Hilfe! Elektroinstallation mit FI gemäß VDE 0100 u 0105????

VDE-Vorschriften für Elektro und Elektronik

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Hilfe! Elektroinstallation mit FI gemäß VDE 0100 u 0105????

Neuer Beitragvon Conny am Mittwoch 28. Januar 2004, 09:21

:?:

Hallo im Forum!!

habe mit Bauträger gebaut und eine Frage bzgl der Elektroinstallation und FI- Schaltung: Bin Laie - wer kann mir helfen??

Das ganze Haus wurde an einen FI- Schalter gehängt. Die einzelnen Sicherungen ( 25 Stück / Einfamilienhaus) scheinen damit keine Bewandnis zu haben und wurden auch gar nicht vom Elektriker beschriftet.

Nun hatte ich kürzlich 20 x Komplettstromausfälle im Haus. Alle Sicherungen waren okay, nur der FI fiel raus und lies sich wieder von mir einstellen.

Nachdem der elektriker 3 Stunden nach dem problem suchte, meinte er die Ursache gefunden zu haben: ein Mehrfachstecker der angeblich eine falsche OM- Zahll aufweist, der bei mir aber voll funktionstüchtig eingesetzt war, habe zum Komplettstromausfall geführt.

Ich bat ihn, doch nur die Naßbereiche auf FI zu setzen, damit die Untersicherungen benutzbar sind und ich das Elektroproblem dem einzelnen Raum besser zuordnen kann. auch äußerte ich meine Sorge, dass Gefriergut auftaut und vieles andere in einer Urlaubszeit bei einem Komplettausfall schiefgeht und mir diese Einstellung zu empfindlich erscheint.

Daraufhin erweiterte er die Anlage um vier Stromkreise und nahm diese aus der FI- Schaltung heraus. (Gefrierschrank und hebeanlagen)

Im Haus befinden sich Hebeanlagen, die ja auch ständig bereit sein müssen, da Lichtschächte abgepumpt werden müssen, sowie im Keller liegende WCs). Ein komplettausfall in der Urlaubszeit könnte zu einem Desaster führen, wenn nur ein Lämpchen im Haus defekt ist.

Tags darauf gab es Alarm in meinem Doppelpumpenschacht. Es stellte sich heraus, dass dort eine Sicherung durchgebrannt ist und eine pumpe musste ausgetausch werden.

Der elektriker gibt nun an, die ursprüngliche Installation gemäß VDE 0100 und 0105 gemacht zu haben und verlangt von mir ide 3 Stunden Arbeitszeit zu zahlen.

Für mich liegt das problem a) lange Suche durch nicht beschriftete sicherungen im Schaltkasten
b) defekte Doppelpumpe (Haus ist erst seit 3 Monaten fertiggebaut)

Wie installatiert man denn nun wirklich in so einem Fall?
Wer kennt sich aus?
Danke für jede Hilfe

Gruß
Conny
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Neuer Beitragvon VGF am Mittwoch 18. Februar 2004, 18:13

Hi Conny,

In Nassräumen ist der Einbau eines F.I.Schutzschalters Vorschrift. Neben der Verwendung in Bädern empfiehlt sich jedoch auch der Einbau in Stromkreise für die Küche, den Hobby-Keller oder auch für Außensteckdosen im Garten.

Es ist KEINE Vorschrift für ALLE Steckdosen!

gruß

Christian
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hi conny, hi vgf

Neuer Beitragvon Alex_ am Samstag 20. März 2004, 17:48

Erstmal zu vgf du behauptest der einsatz von fi dür alle steckdosen ist keinenfalls vorschrift!
Und das ist FALSCH!
Es kommt nämlich auf die netztform des jeweiligen bundeslandes an! In den meisten fälle ist es ein TN-Netz und dort ist nicht zwingend vorgeschrieben aber z.b. in thüringen in dem ein TT- Netz besteht ist der einsatz eines Fi vorgeschrieben!!!!!!!!!

Also must du conny auch fragen in welchem bundesland sie lebt oder welche netzform sie dort hat!

@ conny

zu a) wenn der elektriker die anlage selbst gebaut hat und dabei bei der dokumentation geschlampt hat ... und später selbst nicht mehr klar kommt ist das sein problem und ich würde als kunde so eine anlage auch nicht abnehmen
Wenn er aber nichts für die beschriftung kann ist es sein gutes recht dafür geld zu verlangen .....

zu b) tja das ist wohl so ne sache ....... bei den 25 sicherungen
geh ich davon aus das es ls- schalter sind und die schützen nun mal nur die Leitung zur pumpe nicht aber die pumpe und auch der fi hat nicht die aufgabe die pumpe zu schützen

- fragt sich aber wieso ist die sicherung in der pumpe durchgebrannt
- aber wenn das haus erst vor 3 monaten fertig ist und die pumpe neu ist würde ich sie bei dem der sie eingebaut reklamieren ......
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Neuer Beitragvon SatcomMaster am Sonntag 17. Juli 2005, 12:31

Der Elektriker hat die Sicherungen nicht beschriftet und kommt daher nicht mit seiner Elektroinstallation klar ? Er braucht drei Stunden um einige Stromkreise umzuklemmen ?? Jetzt will er dafür auch noch Geld ?

1. Nach VOB hat er dem Kunden eine komplette Dokumentation der Anlage zu übergeben ( Schaltpläne, Kabelverlaufspläne und ähnliches ). Tut er dies nicht, begeht er Vertragsbruch und kann entsprechend in Regress genommen werden.

2. Bei der Planung ist da schon einiges schief gelaufen. Im Vorfeld sollte nur die notwendigen Stromkreise über den FI Schutzschalter laufen. Es gibt ja auch Stromkreise, bei denen es zweckmässig ist, diese nicht über den FI laufen zu lassen.

3. Einen Stromkreis von "FI-gesichert" auf FI "ungesichert" umzuklemmen sollte nicht länger als 10 Minuten dauern, incl. Zigarette danach. Jedoch sollte nach einer solchen Umbaumassnahme die Prüfung nach VDE 0100 Teil 610 nicht vergessen werden, um die Wirksamkeit der Schutzeinrichtungen zu prüfen und zu protokolieren. Ürigens davon steht dem Endkunden auch ein Exemplar zu, aber das nur am Rande.

4.Bei der Erichtung von elektrischen Anlagen bis 1000 V ist die VDE 0100 mit ihren Untergruppierungen massgeblich.
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