Wie funktioniert eine Waschmaschine?

Haushaltstechnik, Ersatzteile und Reparatur. Fragen und Antworten zur Installation.

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Wie funktioniert eine Waschmaschine?

Neuer Beitragvon JosefScholz am Montag 16. August 2004, 20:25

Sie zählt zu den wichtigsten Errungenschaften in den privaten Haushalten, im Medizin- und Gastronomiebetrieb: die Waschmaschine. In den vergangenen Jahren wurde die Technik der Waschautomaten immer weiter verfeinert, wodurch die Kleidung schondender gereinigt und die Umwelt entlastet wird. Die wichtigsten Faktoren für den Wascherfolg sind: Wasser, Chemie, Temperatur, Zeit und Mechanik. Bei den Waschautomaten hat sich die Trommelwaschmaschine als optimale technische Lösung durchgesetzt. Nur in der Trommel können alle Wäscheteile gleichmässig bewegt und entsprechend mechanisch behandelt werden. Bei den einzelnen Waschprogrammen variieren Wasserstand, Füllmenge und Trommelbewegung. Je empfindlicher die Wäsche, desto geringer ist die Trommelbewegung. Während des Waschvorgangs dreht sich die Trommel im Wechsel rechts- und linksherum. Die Zahl der Umdrehungen ist abhängig von der zu reinigenden Wäsche. Koch- und Buntwäsche werden zum Beispiel bei 50 bis 55 U/min. gewaschen, Wolle bei rund 20 bis 25 U/min. Dadurch gelangt mehr Wasser an den Trommelinhalt. Das Waschmittel wird bei den diversen Spülvorgängen aus der Schublade in die Wäsche gespült. Während die Waschmittel ihre Arbeit verrichten, wird die Temperatur des Wassers auf die Temperatur erhöht, die eine optimale Wirkleistung des Waschmittels gewährleistet.


Der Waschvorgang am Beispiel von Buntwäsche:

Das bei modernen Waschautomaten eingestellte Programm besteht aus Hauptwäsche, Spülen und Schleudern. Es dauert rund zwei Stunden, davon eine Stunde das eigentliche Waschen. Nach dem Wassereinlauf wird die Lauge auf die gewählte oder programmierte Temperatur aufgeheizt. Der Waschvorgang läuft bei niedrigem Wasserstand ab, die Trommel bewegt sich in einem normalen Rhythmus.

Bild

Arbeitsplatte
Waschmitteleinspülkammern
Programmwählschalter
Einfüllöffnung
Heizkörper
Magnetventile
Trommel- und Laugenbehälter
Wasserstandsregler
Ablaufschlauch
Programmschaltwerk
Motor / Antrieb
Gehäuse
Entleerungspumpe


Durch das Spülen wird die Lauge aus der Wäsche entfernt. Damit die Spülergebnisse möglichst gut sind, gibt es verschiedene Zusatzvorgänge, die von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sind. Eine elektronische Schaumerkennung sorgt etwa dafür, dass bei einer bestimmten Schaummenge mehr Wasser in den ersten Spülgang gelangt oder ein weiterer Spülgang folgt.
Mit dem Schleudern wird der Waschvorgang beendet. Dabei dreht sich die Trommel mit großer Geschwindigkeit. Durch die Fliehkraft wird die Wäsche gegen die gelochte Trommelwand gedrückt und das Wasser herausgeschleudert.
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Neuer Beitragvon anders am Dienstag 17. August 2004, 00:39

Eine elektronische Schaumerkennung...

Interessant !
Wie funktioniert die denn ?
anders
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Neuer Beitragvon Schwarz am Dienstag 17. August 2004, 14:38

Hallo

hab zu dem Thema auch noch einen interesanten link

http://www.waschmaschinendoktor.de/
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Neuer Beitragvon Motofreak am Freitag 3. September 2004, 23:08

anders hat geschrieben:
Eine elektronische Schaumerkennung...

Interessant !
Wie funktioniert die denn ?



Ich habe zwar keien Ahunung aber denke mir mal das da irgentwie der PH wert gemessen wird ?!
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Neuer Beitragvon Borg am Dienstag 7. September 2004, 08:54

Super Beitrag,
da meine Frau gerade in Urlaub gefahren ist. Ich habe mich schon seit Tagen gefragt wie die Waschmaschine funktioniert. :lol:
Borg
......................................................................
....Die Wahrheit ist irgendwo da draussen....
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Neuer Beitragvon JosefScholz am Donnerstag 9. September 2004, 02:54

Hallo ,
die Schaumerkennung wird fast überall per Abfrage
des Niveauschalters in Verbindung mit der Abpumpzeit durchgeführt.
Ein spezieller Sensor wird dafür nicht benötigt. Verbleibt Schaum nach der vorgesehenen Abpumpzeit im Bottich,
so erkennt der Niveauschalter zwar dass das Wasser abgepumpt wurde (das Normalniveau wurde ja unterschritten),
aber er schaltet nicht komplett auf Nullniveau zurück. Im Grunde ist das schon der ganze Trick.
Meist werden für die Schaumerkennung analoge, indutktive Niveauschalter verwendet,
da sie genauer abgefragt werden können.
Für die verschiedenen Wasserstände beim Wassereinlauf wird zur Sicherheit
noch ein zweiter herrkömmlicher Niveauschalter verwendet.

Wichtig: Induktive Niveauschalter dürfen nicht (wie die herrkömmlichen) durch hineinpusten getestet werden.
Das würde den Schalter sofort zerstören !!!


Es gibt auch Systeme, bei denen ein Trübungssensor per Fotozelle den unteren Teil des Bottichs überwacht.
Diese sind allerdings sehr selten und kommen eher bei Spülmaschinen zum Einsatz
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