Kapazitätmessung, alte Elkos

Grundlagen des elektrischen Stromes. Alle Fragen zu Elektronik und Elektro sind erwünscht.

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Re: Kapazitätmessung, alte Elkos

Neuer Beitragvon derguteweka am Mittwoch 2. Oktober 2013, 17:50

Moin,

So, musste noch ein paar Tage Sonne tanken und den alten Kadaver ins Meer schleppen...daher hatte ich mich nicht mehr gemeldet.

Jacks hat geschrieben:Der Tausch der Preamp-Boards hat nicht viel ergeben. Das leise Board ist nur in seinem Modul leiser. In einem anderen Modul rauscht es wie der Rest. Das gleiche gilt für das leise Modul. Bekommt es ein anderes Preamp-Board spendiert, dann fängt es zu rauschen an. :roll:

Ich masse jetzt nur mal Mut: Sowas koennte natuerlich mit Elkos zu tun haben, aber weniger mit dem ESR sondern mit dem Reststrom (Ich weiss nicht, obs das gibt, aber das muesste dann sowas wie EPR heissen). Wenn durch einen Elko zuviel Gleichstrom fliesst (durch einen idealen Kondensator duerfte ja eigentlich garkein Gleichstrom fliessen, aber die Welt ist halt nicht ideal) dann koennte das eine Verschiebung von Arbeitspunkten der Transistoren zur Folge haben, die das Rauschverhalten beeinflussen kann. Dazu kann man die Gleichspannungspegel in verschieden stark rauschenden Verstaerkern messen und vergleichen. Z. b. mal die Spannungen an den Emittern von Q3 und Q1 bei verschiedenen Boards (Record Pre Amplifier) messen und gucken ob die bei den Boards unterschiedlich sind...usw.
Alle Arten von Steckkontakten sind natuerlich auch Rauschquellen.

Jacks hat geschrieben:Ich habe soeben den Gehäuselüfter ausgebaut und nachgemessen mit wie wiel Volt er angetrieben wird, nämlich mit 50V. Allerdings schwankt die Spannung zw. 49,8 - 50,1V. Das verheißt nichts gutes oder?


Seh' ich nach dem Blick ins Schaltbild als voellig unkritisch. Guck's dir an: Der Luefter haengt doch direkt an der 46V Anzapfung einer 100V Wicklung des Netztrafos (Der duerfte eines der wenigen elektrischen Bauteile sein, bei denen du ernsthafte Beschaffungsprobleme kriegen wirst, also Obacht geben, keine Kurzschluesse bauen). Ob so ein Luefter mit 45.6753 oder 51.1111 Volt betrieben wird, ist voellig egal.
Sind die 100V Wicklungen fuer die Motoren gedacht oder fuer was sind die?
Ansonsten sieht das fuer mich vom Schaltbild her nach ganz stinknormaler, solider Technik aus - halt von der Schaltungstechnik her 30..40 Jahre alt - tut aber und die elektronischen Bauteile sollten alle noch lieferbar sein.

Du hast halt nur irgendwie das Problem, dass du eine Herzverpflanzung machen willst, du aber nur mit Messer und Gabel umgehen kannst und auch nur Messer und Gabel hast. Klar kannst du dir einen OP-Saal mit allem Equipment beschaffen, aber du bist dann immer noch nicht Christiaan Barnard.
So wie von BernhardS das Kuerzel EsP angesprochen wurde, hatte ich mal einen Professor der des oefteren gesagt hat: Es reicht nicht, ein Klavier zu besitzen, man muss auch drauf spielen koennen (damals Im Hinblick auf Komilitonen, die mit ihren programmierbaren Taschenrechnern deutliche Probleme hatten :mrgreen: )

Gruss
WK
derguteweka
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Re: Kapazitätmessung, alte Elkos

Neuer Beitragvon Jacks am Freitag 4. Oktober 2013, 18:18

derguteweka hat geschrieben:Moin,

So, musste noch ein paar Tage Sonne tanken und den alten Kadaver ins Meer schleppen...daher hatte ich mich nicht mehr gemeldet.


Tahchen Guter!
Na da wird man direkt neidisch! :lol: Schön, dass du eine gute Zeit gehabt hast.

derguteweka hat geschrieben:Du hast halt nur irgendwie das Problem, dass du eine Herzverpflanzung machen willst, du aber nur mit Messer und Gabel umgehen kannst und auch nur Messer und Gabel hast.


Ich bin doch mir des Mangels jeglicher fachlicher Kompetenz völlig bewusst. Man hofft aber berechtigterweise darauf, dass der Patient nicht sterbenskrank ist und man ihm mit wenig Aufwand wieder auf die Beine verhelfen kann. Wäre nicht das erste mal, dass mir so etwas gelingt. Aber die Otari scheint tatsächlich ein schwieriger Fall zu sein. Ich werde es mir aber nicht nehmen, das, was in meiner Macht steht nicht unversucht zu lassen. So z.B. habe ich einen interessanten Kommentar bezüglich des Nachfolgermodels der Otari MX-70 auf einem englischsprachigem Forum gefunden. Dort meint jemand, dass die Relais der MX-70 unter aller Sau sind und schon nach kurzer Standzeit auszufallen ( zu korrodieren) pflegen. Rauscht eine MX-70 exzessiv, dann könne man davon ausgehen, dass die Relais am Allerwertigsten sind. Des Weiteren wird im selben Strang eine einfache Methode beschrieben, wie man harausfindet, ob es sich um die kaputte Relais handelt. Da in meiner Otari auf der Hauptplatine eines jeden Modules auch Relais verbaut sind, werde ich morgen checken, wie die Sache um diese bestellt ist. Na ja, sind zwar verschiedene Modelle aber was soll es, ich gehe jeder Spur nach, solange Messer und Gabel hinreichend sind. :mrgreen:

Eins ist klar: der Zeitpunkt rückt nahe, wo ich das Maschinchen einem Spezialisten in die Pflege abgebe.

Grüße!

R.
Zuletzt geändert von Jacks am Freitag 4. Oktober 2013, 18:23, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Kapazitätmessung, alte Elkos

Neuer Beitragvon Jacks am Freitag 4. Oktober 2013, 22:06

Ein Update bezüglich des Mischpults. Ich habe alle Elkos getauscht, alle Opamps und Steuerchips in der Mastersektion getauscht. Kostenpunkt 30 Euronen für alles. Mit Ergebnis, dass das Teil jetzt einfach nur fantastisch spielt!!! Man diese Bühne!
Vorhin spielte das Pult auch einige dBs leiser als der CD-Player, jetzt spielt es so wie es sollte. Und was es aus dem Signal rausholt ... echte Sahne. Und der EQ erst!!!
Übrigens, die Elkos waren von Panasonic, die FC Serie. Jetzt kommen die einzelnen Kanalzüge dran.

Also, wer sagt es denn. Für mein Teil kann ich behaupten, einen Oszi in den Ohren zu haben :mrgreen:
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